Stur lächeln und winken

Natürlich, früher gabs Probleme, wo es heute Herausforderungen gibt. Da stand man am Wasser und sah den Sturm, und vielleicht stürzte man sich auf der Suche nach der Erfahrung todesmutig in die Fluten und wurde später irgendwann ausgespült angespült irgendwo. Aber während man im Wasser war, waren da nur Wellenberge, wogende Schatten, Felsen aus kaltem Nass, und weder Ufer noch Grund noch Himmel noch Hoffnung waren zu sehen. Doch man war mittendrin und man hatte den Eindruck man spüre sich selbst, spüre den Abdruck, den man im Gefüge hinterliess.

Mittlerweile spürt man den Abdruck, den das Gefüge hinterlassen hat. Man steht vor dem Meer, und es ist einerlei, welches Wetter am Horizont aufzieht. Die glatte See und das Spiegeln der untergehenden Sonne als ach so güldenes Band vom Rand des Blickfelds bis zu den eigenen Füssen geniesst man. Aber wenns mal nicht so ist, dann ist der Unterschied höchstens eine Augenfälligkeit. Ob rauhe See oder Orkan spielt keine Rolle mehr, es ist alles wie schon einmal, und immer ist es gut gegangen. Es hilft nichts: man muss trotzdem da raus. Und immer noch treibt man steuerlos in Tälern und Gipfeln umher, immer noch vermischen sich vorne und hinten, oben und unten. Aber vor dem inneren Auge silbert der Streifen. Und die Gewissheit, dass alles irgendwann vorübergeht, ist wie ein rotweissgestreifter Glaube, auf dem man auch im tosendsten Gewühl den toten Mann spielen kann.

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Sebas sagt:

    I have a friend
    at the end
    of the world
    and his name is a gush

    of silent water
    He is dressed in grey chiffon
    It has a peculiar look, like smoke

    It wraps him round
    it blows out of place
    it conceals him
    I have not seen his face

    But I have seen his eyes
    as raindrops on black twigs
    in December, and I heard him say:

    I am a gush
    of silent water for you, a change
    by and by

    But this friend
    Whatever new names I give him
    is an old friend. He says:

    Whatever names you give me
    I am a gush of silent water
    a change for you.

  2. Resistent sagt:

    Überwinder

    peitschende Winde
    Platzregen
    Sonne
    Frühlingsluft

    eisige Winternächte
    abgeknickte Äste
    zersplittertes Holz
    Stolz, gekrümmt und doch aufrecht, Arvenduft

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