Boring Days

Die Welt da draussen, ausserhalb unseres Ichs, einfach mal Welt sein lassen können, sich in den eigenen Hirnwindungen bewegen, umherirren im Geist, ohne Sinn und ohne Zweck und viel wichtiger: ohne Ziel. Denn mit der Ziellosigkeit kommt das Vergessen, nicht nur der Welt, an der wir uns für einen Moment nicht mehr beteiligen müssen, sondern auch der kleinen Dinge: man gewöhnt sich daran und beginnt die Fernbedienung als erstes im Kühlschrank zu suchen, wenn sie nicht mehr auffindbar ist. Oder man gibt sich mit einem leichten Achselzucken und einem Grinsen auf den Stockzähnen damit zufrieden, dass sie im nächsten Moment wieder direkt vor den Augen liegen wird. Und man hört auf, sich zu fragen, wie solche Dinge geschehen, indem man sie einfach nur als gegeben annimmt und damit umzugehen lernt.

Irgendwann stellt sich das Lachen ein: das Lachen über sich selbst, der fröhliche Spott angesichts der eigenen Beschränktheit. Und das liebevolle Lächeln über die Welt, die genauso ein Teil des eigenen Selbst ist wie das eigene Selbst ein Teil der Welt ist, untrennbar, unabgrenzbar, und genausowenig ganz ernst zu nehmen. Freue Dich auf die langweiligen Tage, wenn alles seinen Gang geht und tingueliyesk ineinander greift, mechanisch, automatisch und ebenfalls: ohne Sinn und ohne erkennbaren Zweck. Das Glück des Lebens liegt auch im Loslassen der erzwungenen Zielgerichtetheit.

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